Vorsicht vor polnischen Schweißfüßen!

Donnerstag 22. Juli 2010 | Drucken Drucken

Oder: Impressionen aus dem Irrenhaus der bundesrepublikanischen Gesellschaft

Da sitz´ ich in der Bahn von Dresden nach Görlitz und lege ein kleines Nickerchen ein. Noch im Halbschlaf habe ich plötzlich Schweißgeruch in der Nase. Ich öffne meine Augen. Mir gegenüber sitzt eine lautstark im Stakkato auf ihr Mobiltelefon drauflos plappernde Polin.

Mein Blick senkt sich auf meinen Nachbarsitz, wo zwei nackte Füße die Sitzfläche in Beschlag genommen haben und ganz offenbar die Ursache der Geruchsbelästigung sind. Erst verwundert, dann aber sichtlich ungehalten blicke ich drein. Meine Blicke versteht die Polin offenbar und zieht ihre nackten, miefenden Füße von der textilen Sitzfläche zurück auf den Fußboden, zurück in ihre Schuhe. Ich schließe wieder die Augen.

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